Zwischen den Fronten
ZWISCHEN DEN FRONTEN

DOKUMENTARFILM - DV - 1:1,78 - STEREO - 30 MIN

Der 15-jährige John-Wiliam besucht die zweite Klasse einer Internatschule in Pueblo Sanchez / Kolumbien. Das “Colegio Agropecuario“, am Rande der Anden ist Teil eines Friedensplanes. Zwischen ehemals verfeindeten Dörfern gelegen, gehen hier Kinder gemeinsam zur Schule, deren Eltern in tiefer Feindschaft zu einander standen. Manche von ihnen sind selbst in der Guerilla gewesen oder haben Familienmitglieder durch Gewaltakte der bewaffneten Gruppen verloren.
John-Wiliam arbeitete bis zum 12. Lebensjahr für die Guerilla auf den Coca-Plantagen. Er weiss, wie sich Coca, Waffen und Dollars anfühlen. Diese Erfahrungen nützen John-Wiliam in der Grundschule unter seinen 8-jaehrigen Mitschülern wenig, muss er doch erst einmal schreiben und lesen lernen. Er will auf der Schule bleiben, seinen Abschluss machen und nicht mit 18 Jahren zum Militär.
Die Menschen in der Gegend erfahren seit fast 50 Jahren den kolumbianischen Konflikt am eigenen Leib. Rechte Paramilitärs, linke Guerilleros, Drogenbanden und das kolumbianische Militär haben das Land zu einem der gefährlichsten Plätze der Welt gemacht. Mit Hilfe internationaler Organisationen und vor allem durch Zivilcourage gelang es den Bürgern, sich aus dem sinnlosen Kreislauf des gegenseitigen Misstrauens und Tötens zu befreien. Stattdessen bauten sie eine für Kolumbien einmalige, wenn auch fragile zivile Ordnung auf.